Jungfernfahrt

Am 9. Juli 2018 ging der erste modernisierte Zug der S-Bahn München auf seine Premierenfahrt. Den feierlichen Startschuss gaben Ilse Aigner, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, BEG-Geschäftsführer Dr. Johann Niggl, DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und S-Bahn-Chef Heiko Büttner im S-Bahn-Werk Steinhausen und begleiteten ihn auf seiner ersten Fahrt zum Ostbahnhof.

Als Staatsministerin Ilse Aigner gemeinsam mit Vertretern von Deutscher Bahn und Bayerischer Eisenbahngesellschaft den symbolischen Startknopf drückte, war es endlich so weit: Feuerfontänen sprühten und die Türen des ersten modernisierten Fahrzeugs der Münchner S-Bahn-Flotte öffneten sich. Es ist eine wichtige Etappe im fünfjährigen und 300 Millionen Euro teuren Mammutprojekt. Gleichzeitig ist es das größte Fahrzeugmodernisierungsprojekt der Deutschen Bahn.

Neues Lichtkonzept

Bei der Jungfernfahrt gab es viel Neues zu entdecken: großzügigere Durchgänge; ein neues Lichtkonzept, das sich automatisch an die Lichtverhältnisse der Umgebung anpasst; neue Deckenmonitore, die Fahrgäste über Fahrtverlauf, Umsteigemöglichkeiten und Abweichungen vom Regelbetrieb informieren; einen neu gestalten Familien- und Gruppenbereich, in dem die Sitze in Form einer Eckbank angeordnet sind und in dem selbst größere Gruppen Platz haben. Bis 2020 werden nach und nach alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 überarbeitet. Sie wurden in den Jahren 2000 bis 2005 in Betrieb genommen und haben seither jeweils bis zu drei Millionen Kilometer zurückgelegt.

Großzügigere Durchgänge

Bislang konzentrieren sich die Fahrgäste meist im Einstiegsbereich der S-Bahnen, während der Platz zwischen den Sitzgruppen zu wenig genutzt wurde. Im Rahmen der Modernisierung werden im Einstiegsbereich die Durchgänge zu den Sitzgruppen geweitet, und es besteht künftig die Möglichkeit, Gepäck unter und neben den Sitzen abzustellen. Auf diese Weise kommt es zu weniger Blockaden und die Fahrgäste verteilen sich besser auf das gesamte Fahrzeug.

Ab 12. Juli Regelbetrieb

Am Dienstag und Mittwoch geht der Zug auf eine Sonderfahrt ins Umland rund um München, bevor er ab 12. Juli im Regelbetrieb durch das Netz der Münchner S-Bahn fährt. In den folgenden Monaten und Jahren werden Fahrgäste die modernisierten S-Bahnen immer häufiger zu Gesicht bekommen: Bis Ende 2020 werden nach und nach alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 aus dem Betrieb genommen, umgebaut und wieder eingesetzt.